Politik —ToGo

Shownotes

Hallöchen Leute, lasst eine nette bewertung da Shoutouts an Ole Oermann

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00:00:01: Ein Begriff beherrscht die politischen Debatten unserer Zeit wie kaum ein anderer.

00:00:04: Populismus erspaltet Gesellschaften, verändert Wahlergebnisse und stellt unsere Demokratien auf die Probe.

00:00:11: Allerdings wird dieser Begriff nicht selten in Gesprächen benutzt ohne dass überhaupt klar wird was er genau bedeutet wir uns so stark beeinflusst und warum er so gefährlich ist.

00:00:21: Zwei Forschende wollten es ganz genau wissen.

00:00:24: Sie haben tief in die Daten geblickt, eine umfassenden neue Studie verfasst und sind heute hier, um uns aufzuklären.

00:00:32: Und damit ein herzliches Willkommen meinerseits zu unserem Podcast Politik to Go!

00:00:37: Unser heutiges Thema ist eine sociologische Studie zum Thema Anfälligkeit unterschiedlicher Klassenstufen gegenüber Populismus durchgeführt von Ole Becker und Johannes Wilkening.

00:00:47: Herzlich willkommen.

00:00:50: Vielen Dank erstmal Herr Busse für die Einladung.

00:00:52: Ich bin übrigens Professor Dr.

00:00:54: Johannes Wilkening, Leiter des Instituts für Politikwissenschaften Leipzig und ich habe mich in der Vergangenheit extensiv mit gesellschaftlichem Wandel beschäftigt und auch bereits mehrere Werke zu politischer Polarisierung in Deutschland veröffentlicht

00:01:09: Auch von Meidner Seite aus.

00:01:11: vielen dank für die einladungen.

00:01:13: Mein Name ist Ole Bennett Becker, ich bin Politikwissenschaftler und Senior Researcher am Berliner Institut für Demokratieforschung.

00:01:22: Ich forsche seit über zehn Jahren zu Wahlverhalten im europäischen Vergleich und leite das Kompetenzzentrum für kandidative Datenanalyse.

00:01:32: Zum Start möchte ich Ihnen liebe Zuhörer zuerst unsere zentrale Forschungsfrage vorstellen welche lautet Wie unterscheidet sich die Anfälligkeit für populistische Aussagen zwischen verschiedenen Aidersgruppen?

00:01:48: Aber vorher stellen wir uns eine andere Frage.

00:01:51: Was ist eigentlich Populismus und wie erkennt man ihn?

00:01:55: Eine genaue und präzise Definition lässt sich gar nicht so leicht aufstellen, Populismus bezeichnet eine politische Strategie oder Grundhaltung, die sich radikal gegen die etablierten Eliten richtet.

00:02:13: Populisten behaupten als Einzige den in Anführungszeichen wahren Volkswillen zu vertreten und stellen das in Anührungszeichend gute Volk einer angeblich korrupten Elite gegenüber.

00:02:27: Sie arbeiten oft mit emotionaler Rhetorik.

00:02:33: Mit dieser Folge soll daher einen Eindruck für Sie, liebe Zuhörer geschaffen werden wie sie bei ihrer Studie vorgegangen sind beide Herren und welche Schlüsse sie dann aus ihren Ergebnissen letztendlich ziehen konnten.

00:02:53: Ja was geht's?

00:03:02: Unterschiede in ihren politischen Denkweisen, aber auch ihre Resistenz gegenüber Populismus erkennen lässt.

00:03:11: Ja wir vermuteten jedoch schon vorher dass das Alter die Lebenserfahrungen und die schulisch-politische Bildung der befragten Einfluss auf die Resistenze gegen populistische Populismus nehmen könnte.

00:03:22: Zudem wollten wir aber feststellen ob das Umfeld der Befragten außerdem eine Rolle bei der Anfälligkeit für Polismus spielt.

00:03:29: Ob sich diese Hypothese wirklich bestätigt werden wir dann noch sehen?

00:03:33: Also bleiben Sie auf jeden Fall dran, liebe Zuhörer.

00:03:36: Doch vorab wieso haben sie sich denn beide für dieses Thema überhaupt erst entschieden?

00:03:43: Nun ja wie bereits gesagt spielt Populismus in der Politik natürlich eine enorme Rolle.

00:03:49: auch in der modernen Gesellschaft wird das immer größer.

00:03:52: besonders über die sozialen Medien wie TikTok YouTube und Instagram kommen vor allem jugendliche häufig mit vereinfachten politischen Botschaften ein Kontakt und rutschen auch oft dadurch in gefährliche Nischen

00:04:04: ab.

00:04:05: Sie haben jetzt Nischen angesprochen, welche Nischen meinen sie dabei genau?

00:04:11: Hauptsächlich Extremistische aber auch radikalistischer Nischen sind damit gemeint, da von Ihnen natürlich die größte Gefahr einer Ideologisierung ausgeht und sie oftmals der Ausgangspunkt für verschiedene Propagandamethodiken sind.

00:04:25: Herr Wilkening stehen dabei besonders rechtsextremistische oder links extremistische Gruppierungen im Vordergrund.

00:04:53: Also hat aus ihrer Sicht keine der beiden Seiten einen größeren Vorteil beim Nutzen von Populismus, oder?

00:05:01: So sieht es aus.

00:05:05: Doch welche Faktoren spielen bei der Anfälligkeit für Populismus aus ihrer Sicht eine besondere Rolle, Herr Becker?

00:05:32: und wie diese in ihrer Grundstruktur aufgebaut sind, da man in Zukunft somit besser Populismus bekämpfen kann.

00:05:40: Zusätzlich wollten wir wissen – beziehungsweise zusätzlich dazu war uns wichtig ob politische Kenntnisse einen

00:05:47: Einfluss haben

00:05:49: welche zum Beispiel durch die politische Schulbildung vermittelt werden.

00:05:54: Zu guter Letzt wollten wir auch wissen ob gewisse Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Schülerinnen und Schülern besteht Falls sie anfällig oder auch nicht anfällig für Populismus sind.

00:06:05: Sie haben jetzt gewisse Unterschiede angesprochen, meinen Sie mit diesen unterschieden ob sich ein gewisser Trend in den politischen Meinungen der Befragten wahrnehmen lässt?

00:06:14: Oder eine fortsätzende Polarisierung kennenbar ist?

00:06:21: Beides!

00:06:22: Da betrachten wir das Landwilz aber das

00:06:24: hilft uns Populismus in Zukunft erkennt zu können und die sind zu bekämpfen.

00:06:28: Wird uns

00:06:31: durchführen der Studie.

00:06:33: Und wie sind sie nun bei ihrer Untersuchung vorgegangen?

00:06:37: Haben Sie einfache Umfragen durchgeführt oder andere Methodiken genutzt, wie Interviews?

00:06:48: der Aussage

00:06:50: zustimmen oder halt nicht.

00:07:11: Dabei konnten sie ihre Meinung von zero bis zehn in einer Skala

00:07:14: einordnen,

00:07:15: wobei nur die volle Abnehnung und zehn die voller Zustimmung bezeichnete.

00:07:20: Im Bogen selbst wurden dreizehnt Fragen an sich gestellt,

00:07:24: wo bei

00:07:24: eine davon die Frage zur Klassenstuche war.

00:07:28: Außerdem nutzten wir bei einer Frage das Format eines Rankings, bei dem die Teilnehmenden Vier Aussagen der Wichtigkeit nach Ordnen sollten.

00:07:39: Wie viele der zwölf eigentlichen Fragen waren von diesen dann nicht populistisch formuliert?

00:07:45: Nicht populistische waren insgesamt drei Fragen, was auf den ersten Blick ungleich verteilt wird.

00:07:52: Jedoch nutzten wir Fragen welche zwischen populistischen und nonpopulistisch standen.

00:07:57: An diesem wird besonders deutlich klar wie die Befragung auf Populismus reagieren und ob sie gegen diesen Resistent sind.

00:08:06: Und Herr Wilkening, welche Themen wurden bei diesem Fragen besonders thematisiert?

00:08:14: Gesellschaftliche als auch politische Probleme bei der Formulierung der Fragen aber auch Sozialumerechtigkeit.

00:08:22: Ebenfalls spielten wir auf Begriffe wie die Altparteien an welches das eine herabschlucken Rhetorik besonders von der AfD lang gesagt Alternative für Deutschland regelmäßig genutzt wird um konkurrierende Parteien zu verunglüpschen.

00:08:35: Dabei gilt die Narrative um mehr Wähler zu gewinnen, dass die Altparteien den Staat absichtlich schaden wollen würden und als besonders unvertrauenswürdig gelten.

00:08:45: Und standen zusätzlich auch wirtschaftliche Probleme im Vordergrund?

00:08:51: Ja nicht!

00:08:52: Damit zwar auf der einen Seite uns oft das Gesamtbild konzentrieren aber auf der anderen Seite auch geschaut haben ob der Populismus

00:08:59: die Gesellschaft spaltet oder nicht wie die Schüler auf dem Populismus reagieren.

00:09:04: Dadurch erschien es sinnvoll, gesellschaftliche Problematiken zu nutzen.

00:09:07: Zudem

00:09:07: sind solche Probleme für die Beteiligten aufreist greifbar.

00:09:13: Kommen wir nun zur Stichprobe an sich.

00:09:16: Wie viele Personen haben denn überhaupt konkret an der Umfrage teilgenommen?

00:09:21: Insgesamt haben wir dreieinundzig Personen agiert, welche alle aus einer Schule Sachsen-Anhalt stammen, die wir bisher schon genannt haben.

00:09:29: Dabei kamen

00:09:30: die Teilnehmenden aus den Klassenstufen acht bis elf.

00:09:34: Wenn nur so konnten wir garantieren, dass alle beteiligten mindestens ein Jahr im Sozialkundeunterricht teilgenommen

00:09:40: haben.

00:09:41: Okay, Sozialkundenunterricht!

00:09:43: Wieso ist diese Teilnahme an diesem Unterricht überhaupt so wichtig?

00:10:19: Zudem wird durch diese Medienkompetenz bestärkt, welche natürlich beim Erkennt von Populismus im Netz eine wichtige Rolle spielt und Jugendliche bewusster

00:10:29: handeln lässt.

00:10:30: und besteht dadurch jedoch nicht ein gewisser Nachteil für die Schüler, welche den Sozialkundeunterricht abgewählt haben oder erst seit einem Jahr wahrnehmen wie die achten Klassen?

00:10:56: Na ok, alles klar verstehe.

00:10:58: Und jedoch würde ich daher gerne von Ihnen wissen, wie viele der Schüler jeweils aus dem verschiedenen Klassenstufen kamen.

00:11:05: Dadurch können sich eventuell auch unsere Zuhörer ein besseres Gesamtbild von der Umfrage schaffen.

00:11:35: Dann kommen wir nun zu den Schwierigkeiten der Umfrage.

00:11:42: Also könnte man sagen, dass die Verteilung der jeweiligen Schüler schon mal eine Schwierigkeit darstellt?

00:12:16: Nichts daran, dass die Studie trotz der geringen ungleichten Verteilungen

00:12:20: jegliche Meinungen und Ansichten aus den Vielklassenstufen berücksichtigt.

00:12:26: Gab es dabei weitere Schwierigkeiten welches zu überwinden galt?

00:12:32: Ja!

00:12:32: Denn wir mussten darauf achten das die Fragen neutral formuliert waren und niemandem bei seinen Antworten beeinflusst.

00:12:40: Zudem war es wichtig, daß die populistischen Fragen nicht besonders herausstärken.

00:12:45: Und wie konnten sie garantieren, dass die einzelnen Fragen nicht zu offensichtlich gestellt wurden?

00:13:18: Dann würde ich sagen, fahren wir doch mit den Ergebnissen fort und finden heraus wie die Schüler des Genasiums die Fragen beantwortet haben.

00:13:26: Und ob sie genauso denken wie die Befragten des Ipsers Populismusberichts.

00:13:32: Also was ist ihnen beim Auswerten aufgefallen?

00:13:52: Noch

00:13:57: schauen wir zuerst auf die beginnende Frage, welche lautet, dass die BRD eine soziale, gerechte und demokratische Republik sei.

00:14:05: Welche den Wohlstand des Volkes als oberstes Ziel habe?

00:14:09: Ihr lag die durchschnittliche Punktzahl von null bis zehn möglichen Punkten in den Jahrgang abkängen acht, neun und zehn im Durchschnitt bei acht Punkten.

00:14:19: Auffällig ist auch das im Jahrgang zehn.

00:14:22: alle befragten acht Punkteangaben.

00:14:25: Im Jahrgang elf kann man hier jedoch durchschnittlich auf etwas niedrigere Sechs Punkte, wobei sich die Antworten jeweils unterschieden.

00:14:35: Und wie erklären Sie sich diesen kleinen aber doch feinen Unterschied bei einer solch eher nonpopulistischen Frage?

00:14:43: Nun ja!

00:14:44: Erst einmal haben sie richtig erkannt dass diese Frage nicht populistischer Natur war.

00:14:50: Außerdem kann man vorweglieden das die Differenz bei den Fragen nicht viel größer werden wird.

00:14:56: Aus unserer

00:14:57: Sicht kann man

00:14:58: aus der angesprochenen Differenz nun ableiten, dass diese aufgrund des Altersunterschieds

00:15:13: entsteht.

00:15:31: Und wurde die Differenz der Punkte bei populistischen Fragen dann kleiner oder größer in den nachfolgenden Fragen?

00:15:55: und somit populistisch ist.

00:15:59: Hier kommen die Jahrgänge auf vier bis fünf Punkte, was eine eher neutrale Sicht widerspiegelt und zugleich eine minimale Tendenz zur Ablehnung dieser Aussage darlegt.

00:16:28: Und gab es im Gegenzug dann auch eine populistische Frage, bei der es eine Tendenz zur vollen Zustimmung gab?

00:16:39: Dann gibt es bei keiner Frage eine klare Tendenze zur Zustimmung zu Populismus.

00:16:45: Wenn man jedoch auf die einzelnen Antworten blickt, bedeutet das immer Ausweis

00:16:49: an Antworten gibt welche durchaus zustimmen können.

00:16:53: Entreffendes Beispiel dafür ist die Aussage... dass die Denkprozesse von Schülerinnen und Schülern nicht durch den geschlechtlichen Neuordnung in der Gesellschaft beeinflusst werden sollten.

00:17:05: Hier stimmten mehrere Schüler aus den Jahrgängen der Aussage zu, bildeten der noch die Minderheit.

00:17:12: Und wie sah es dann bei den weiteren Fragen in der Umfrage aus?

00:17:17: Im weiteren Verlauf der Fragen wird deutlich das die Freiheiten der BRD-Bürger zumindest ausgehen von unserer Umfrage nicht bedroht sind zum Beispiel durch Populismus.

00:17:29: Dies wird klar an der fünften Frage unseres Bogens, wobei es darum ging ob Menschen mit einer anderen Meinung bloß falsch informiert

00:17:49: seien.

00:17:57: wird dadurch widerlegt, dass Zusammenleben in der Gesellschaft ist zumindest

00:18:01: im Schulleben gestärkt.

00:18:03: Außerdem angesprochenen Freiheiten und den zuvor erwähnten gesellschaftlichen Problem.

00:18:09: Gab es da auch weitere Themen welche die Schüler der Jahrgänge beschäftigten?

00:18:17: Nämlich in der vorletzten Frage, wobei es darum ging ob erstens die stabile Lage der deutsche Politik war oder nicht der Vormarsch des Extremismus

00:18:35: Und welche Reihenfolge gaben die

00:18:37: Befragten

00:18:38: dabei

00:18:43: dann an?

00:18:58: Wobei für die achten, zehnten und elften Klassen der Vormarsch des Extremismus am Besorgniserregnissen war.

00:19:04: Und für die neunten Klassen die instabile Lage an Besorgungserregendsten zu sein schien?

00:19:10: Kommen wir nun explizit zu den Aussagen der Demokratie und Menschenwürde in der Umfrage.

00:19:17: Ja hier war die Zustimmung der Schüler besonders hoch!

00:19:21: Und weiter...

00:19:24: Die hohe Zustimmung zeigt dass demokratische Grundwerte unter den Fragen einen hohen Stellenwert besitzen.

00:19:30: Betreffer wie Menschenwürde, Gerechtigkeit und Demokratie werden offensichtlich von einer sehr großen Mehrheit unterstützen.

00:19:37: Interessant ist dabei dass diese Werte unabhängig vom politischen Einstellungen grundsätzlich breit akzeptiert werden Wie die vorherigen Freiheiten.

00:19:47: Das deutet darauf hin das demokratische Prinzipien für die meisten Jugendlichen selbstverständlich sind.

00:19:54: Man könnte also zusammenfassend sagen dass die Grundwerte des demokratischen Systems insgesamt stark verankert sind.

00:20:02: und welche Aussagen waren dann daneben noch aussagekräftig?

00:20:09: Außerdem waren die Ergebnisse der Aussage, welche lautet dass die Politikerinnen und Politiker der Altparteien ihre Macht für sich und ihre Interessen missbrauchen sehr ausgangskräftig.

00:20:22: Mit durchschnittlich sechs Punkten in den Jahrgängen erhielt diese Aussage zwar nicht die komplette Zustimmung aber teilweise.

00:20:31: Ich vermute, das sollte darauf hin, dass viele der Befragten den Politikern zumindest teilweise misstrauen.

00:20:38: Und wie lässt sich dieses Misstrauen oder dieses Ergebnis dann im Prinzip erklären Herr Bäcker?

00:20:44: Zuerst einmal bedeutet dies nicht automatisch, dass die befragenden demokratiefeindlich eingestellt sind.

00:20:52: Kritik an Politikern gehört grundsätzlich auch zu einer Demokratie!

00:20:58: Trotzdem zeigt dieses Ergebnis, dass vertrauen in politische Institutionen keine Selbstverständlichkeit ist und eine vertrauensvolle Bindung der Bürger zu ihren Vertretern besonders vom Populismus untermauert wird.

00:21:26: Obwohl die Schüler immer wieder erfolgreich populistische Fragen als solche erkannt haben, was die Zustimmungswerte auch bei mehreren Fragen sinken lief konnten.

00:21:34: Die meisten befragten die gefährliche Rhetorik in diesem Satz nicht erkennen, deswegen die Zustimmung deutlich hoch

00:21:39: war.".

00:21:41: Und warum ist dieser Begriff der Altparteien populistisch?

00:21:45: und wie genau soll dieses eine Wort so gefährlich sein?

00:21:51: Ja, dieses Wort ist ein ganz typisch populistischer und manipulativer Ausdruck Denn es pauschalisiert Politiker, als eine nicht vertrauenswürdige Gesamtheit ohne Sache zu argumentieren.

00:22:01: Was Misstrauen schürden ein polarisierendes Feinbild unterstützt sowie die eigentlichen Vertreter der Menschen als geschlossene Elite und als nicht vertraunswürdig darstellt?

00:22:11: Also kann man sagen dass sie vermuten das die Schüler von diesem Begriff beeinflusst wurden und vielleicht sogar anders geantwortet hätten.

00:22:21: wäre die Frage eventuell auch anders gestellt worden

00:22:25: Bist wahrscheinlich.

00:22:27: Jedoch kann man schon sagen, dass es in den verschiedenen Klassen ein generelles Misstrauen gegenüber dem politischen System gibt was sich mit den älteren Schülern aus den Klassen zehn und elf sogar weiter verstärkt.

00:22:45: Da kommen wir nun zur europäischen Union welche auch oftmals an der Kritik hier in Deutschland steht.

00:22:51: Die wurde die Aussage wertet das die Europäische Union die politische Eigenständigkeit Deutschlands gefährden würde.

00:23:04: Viele befragte, schien die Europäische Union also nicht als Bedrohung für die deutsche Souveränität wahrzunehmen.

00:23:11: Wobei der Zustimmungsdurchschnitt von zwei Punkten bei den achten und neunten Klassen dann sogar auf vier bei den zehnten Klassen angestiegen ist – wovor er dann wieder auf eine durchschnittliche Zustimmung von drei Punkten.

00:23:30: Also könnte das darauf hindeuten, dass internationale Zusammenarbeit und europäische Integration von den meisten Jugendlichen grundsätzlich akzeptiert werden.

00:23:39: Es aber durchaus in den verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich stark ausfällt?

00:23:45: Ja, gleichzeitig zeigt dieses Ergebnis, dass nationalistische Argumentationsmuster offenbar nur begrenzt Zustimmung finden.

00:23:53: Dann kommen wir jetzt zum Klimawandel!

00:23:57: Die niedrigste Zustimmung erhielt die Aussage, der Klimawandel werde von Medien und dem Bundesregierung übertrieben dargestellt sich gerade in der Umfrage.

00:24:05: Ja klären Sie das!

00:24:07: Mit durchschnittlich drei Punkten wurde diese Aussage ebenfalls klar abgelehnt?

00:24:13: Stimmt's Herr Wilkening?

00:24:15: Das ist besonders interessant weil diese Behauptung häufig von populistischen oder auch verschwörungsideologischen Gruppen vertreten wird.

00:24:23: Die

00:24:43: meisten Befragten scheinen also davon auszugehen, dass der Klimawandel ein reales Problem darstellt.

00:24:49: Genau!

00:24:50: Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel von der großen, der absoluten Mehrheit der Teilnehmenden grundsätzlich anerkannt werden und diese erneut dem Populismus widerstrebt.

00:25:08: Ja wollen wir das Ganze nun abrunden?

00:25:11: Kommen wir zu Zusammenfassung.

00:25:12: was würdet ihr oder was würden sie als wichtigstes Erkenntnis bezeichnen?

00:25:20: Unsere Ergebnisse zeigen, dass demokratische Werte und die Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse bei den Fragten insgesamt stark ausgeprägt sind.

00:25:29: Gleichzeitig existiert ein gewisses Misstrauen gegenüber politischen Akteuren und einen Wunsch nach mehr Einfluss der Bevölkerung.

00:25:37: Man könnte also sagen das viele Schüler grundsätzlich stark in die politischen Grundwerte der Demokratie vertrauen jedoch dem System welches diese Vertritt sowie die deutschen Politiker und dem Bundesverfassungsschutz zunehmend misstrauen.

00:25:54: Daraus lässt sich fließen, dass politische Kritik- und demokratische Grundüberzeugungen durchaus gleichzeitig voran sein können.

00:26:03: Insgesamt ergibt sich also kein Bild einer grundsätzlich populistischen eingestellten Gruppe sondern vielmehr ein differenziertes Meinungsbild mit unterschiedlichen Schwerpunkten die in verschiedenen Klassen unterschiedlich stark verfestigt sind.

00:26:20: Man kann also sagen, dass das Endergebnis dieser Studie durchaus positiv und trotzdem überraschend ausfiel oder?

00:26:28: Ja.

00:26:29: Wir finden auch, daß das bestmögliche Ergebnis eingetreten bzw entstanden ist.

00:26:36: Diesen Eindruck haben wir vor allem, da wir in allen Klassenstufen durchgängig beobachten konnten wie Schüler den Populismus in unseren Fragen erkannt ablenend antworteten.

00:26:53: Was wir jedoch nicht bestätigen können ist, dass eine höhere Klassenstufe und längere Schulbildung in diesem Kontext auch eine stärkere Resistenz Populismus gegenüber

00:27:06: bedeutet.".

00:27:08: Und welchen Schluss können Sie daraus abschließend ziehen Herr Wilkening?

00:27:15: Es war rundum nicht besonders anfällig für Polismus waren, dass die Schülerinnen und Schüler, die an unserer Turm-Umfrage teilgenommen haben es war rund um nicht besonders anfällig über Polismus warnen wir das aber nicht unbedingt auf die politische soziale Schulbildung zurückführen können.

00:27:36: Weil sich diese Anfälligkeit in höheren Klassen nicht weniger deutlich macht.

00:27:42: Wie ist letztens auch vermuten, dass die politische Bildung und die moralischen Grundwerte einer Schule durchaus einen Einfluss darauf haben wie hoch die Anfälligkeit auf Polismus ist?

00:27:51: Es sind aber deutlich wichtigere Faktoren gibt zum Beispiel die Erziehungen.

00:27:57: Das ist doch aber ein schöner Abschluss für unsere Folge vom Podcast Politik to Go!

00:28:02: Ich bin Jano Busse und bei mir im Studio war Ole Bennet-Bekker und uns zugeschaltet war der Experte Johannes Ludwig Maximilian Wilkening.

00:28:10: Wir nehmen Sie, liebe Zuhörer Populismus wahr.

00:28:14: Kennen sie Populisten?

00:28:15: Schreiben Sie es in die Kommentarspalte!

00:28:17: Vielen Dank fürs Zuhören und dann bis zum nächsten Mal!

00:28:20: Auch von meiner Seite aus.

00:28:21: vielen Dank an Sie Herr Busse.

00:28:23: Tschüss, schönen Sonntag

00:28:25: Und war mir auch zwar wirklich aufschlussreich

00:28:29: Ciao ciao.

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